Dr. Christian Zwade » Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof


Aktuelles

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Keine Haftung des Anschlussinhabers bei nicht autorisierter Nutzung des Telefonanschlusses für ein "Pay by Call-Verfahren"

Mit Urteil vom 6. April 2017 (III ZR 368/16) hat der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) entschieden, dass der Inhaber eines Telefonanschlusses für dessen Nutzung durch einen von ihm hierfür nicht autorisierten Dritten im Rahmen eines "Pay by Call-Verfahrens" nicht haftet und damit § 45i Abs. 4 S. 1 TKG auf die telefonisch veranlasste Ausführung eines Zahlungsdienstes keine Anwendung findet.

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Feststellungsklagen in Widerrufsfällen grundsätzlich unzulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Versäumnisurteil vom 21. Februar 2017 (XI ZR 467/15) entschieden, dass eine Klage, mit der ein Verbraucher die Feststellung begehrt, ein Verbraucherdarlehensvertrag sei aufgrund des Widerrufs der auf seinen Abschluss gerichteten Willenserklärung rückabzuwickeln, grundsätzlich unzulässig ist.

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Zuzahlungsverzicht bei medizinischen Hilfsmitteln erlaubt

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 01.12.2016 (Az. I ZR 143/15) entschieden, dass wettbewerbsrechtlich nicht gegen einen Mitbewerber vorgegangen werden kann, der mit einem Verzicht auf die Zuzahlung bei medizinischen Hilfsmitteln wirbt.

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WLAN-Nutzer darf voreingestelltes Router-Passwort grundsätzlich beibehalten

Der für Rechtsstreitigkeiten über Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat mit Urteil vom 24. November 2016 (I ZR 220/15, "WLAN-Schlüssel") entschieden, dass der Inhaber eines Internetanschlusses mit WLAN-Funktion das von dem Hersteller voreingestellte und auf dem Router angebrachte WLAN-Passwort grundsätzlich unverändert übernehmen darf und somit in logischer Konsequenz nicht für Urheberrechtsverletzungen haftet, die Dritte ohne sein Wissen über den Internetanschluss begangen haben.

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Einwilligung in die ärztliche Behandlung muss sich bei Wahlarztverträgen auf den konkreten Behandler beziehen

Nicht erst seit der Regelung des Behandlungsvertrags im BGB durch das Patientenrechtegesetz stellt die Rechtsprechung hohe Anforderungen an die vom behandelnden Arzt einzuholende Einwilligung des Patienten in die ärztliche Heilbehandlung. In einer aktuellen Entscheidung hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) nun mit der Frage befasst, wie eine fehlerfreie Behandlung zu bewerten ist, die in ihrem Kernbereich nicht vom vereinbarten Wahlarzt, dem Chefarzt eines Krankenhauses, sondern von einem diesen vertretenden Oberarzt durchgeführt wurde.

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Bundesverfassungsgericht zum Schutz Minderjähriger bei Presseberichterstattung

Nachdem die minderjährigen Töchter eines bekannten Fernsehmoderators bereits vor dem Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Ansinnen, die Presseberichterstattung über ihre Person und ihr Verwandtschaftverhältnis zu ihrem Adoptivvater zu untersagen, nicht erfolgreich waren, unterlagen sie nunmehr auch vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG).

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BGH konkretisiert Pflichten der Betreiber von Bewertungsportalen

Mit Urteil vom 01.03.2016 (Az. VI ZR 34/15) hat der Bundesgerichtshof (BGH) einmal mehr einen Rechtsstreit zwischen einem Bewertungsportal und einem von dessen Nutzern bewerteten Arzt entschieden und dabei die Pflichten des Portalbetreibers konkretisiert.

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